Gestern hat Google auf einer Live Pressekonferenz seinen neuen Dienst Buzz vorgestellt. Dieser ist aber nicht nur ein weiteres Produkt der großen Google Produktfamilie – es ist vielmehr die Integration und Erweiterung bestehender Angebote des Suchgiganten.
Google Buzz ist direkt in GMail integriert und auch in Google Maps. Mit Buzz kann man sich mit seinen Freunden oder Fremden a la Twitter Nachrichten austauschen oder Mediafiles wie Bilder und Video sharen. Dabei greift Google automatisch auf das bestehende GMail Profil zurück und verbindet dies mit seinem neuen Social Media Service.
Bislang ist es für den Desktop bzw. Browserclient noch nicht in Deutschland freigeschaltet. Über mobile Geräte ist es unter http://buzz.google.com (im normalen Browser wird man umgeleitet auf die Warteseite) aber schon nutzbar.
Hier kommt auch eine weitere Besonderheit von Google Buzz zum tragen. Per Handyortung kann man sich alle Buzz Einträge der Umgebung zeigen lassen, wenn diese nicht vom User auf privat gestellt sind (Default ist public). Da man beim Schreiben der Nachricht auch die Location genauer auswählen kann (man bekommt eine Dropdown Liste zur Auswahl), bietet sich Buzz auch als Local Marketing Tool an. Ähnliche Dienste wie Foursquare sind in den USA schon super erfolgreich.
Ob Google Buzz in absehbarer Zeit eine Konkurrenz zu Facebook, Twitter und Foursquare werden kann… die Vorraussetzungen sind technisch gegeben. Nun gilt es an der User Experience zu feilen und ähnlich simpel wie die angesprochenen Dienste zu sein. Es bleibt spannend…
p.s. In diesem Video zu Google Buzz wird der Dienst etwas genauer vorgestellt.
Nachtrag: Am 11.02. scheinen auch alle deutschen Accounts, ein Google Buzz Update bekommen zu haben.
Tags: buzz, facebook, foursquare, geo, gmail, Google, google maps, twitter
“Da man beim Schreiben der Nachricht auch die Location genauer auswählen kann (man bekommt eine Dropdown Liste zur Auswahl), bietet…” – exzellent!